Oliviero Toscani, Kissing nun, 1992
© VBK, Wien 2009
Einige der Fotografien in dieser Ausstellung
können schockieren. Das KUNST HAUS WIEN rät daher besonders
sensiblen Menschen von einem Besuch der Ausstellung ab. Personen
unter 14 Jahren ist der Zutritt nicht gestattet. |
Das
KUNST HAUS WIEN zeigt in der Ausstellung „KONTROVERSEN“
rund 100 Bilder, die Gegenstand oft heftiger Auseinandersetzungen
oder Gerichtsverfahren waren. In der Ausstellung sind Fotografen
wie Man Ray, Robert Capa oder Lewis Carroll ebenso vertreten wie
Henri Cartier-Bresson, Oliviero Toscani, Richard Avedon, Robert
Mapplethorpe oder Todd Maisel. Die präsentierten Bilder begleiten
die Geschichte der Fotografie von ihren Anfangstagen bis heute.
Seit ihrer Erfindung im Jahre 1839 hat die Fotografie zahlreiche
gerichtliche, ethische und politische Kontroversen ausgelöst.
Die Geschichte dieser Konflikte zeigt, wie ganze Gesellschaften
und der Einzelne jeweils mit den Bildern ihrer Zeit umgingen.
In jedem Bereich und Genre – Kunst, Politik, Wissenschaft,
Journalismus, Mode und Werbung – war die Fotografie dem
Urteil von Gerichten, der öffentlichen Meinung und den Auffassungen
von Privatpersonen unterworfen. Fotografie befindet sich im Spannungsfeld
kollidierender Rechte, wie etwa dem auf künstlerische Freiheit
und dem Recht des Einzelnen auf Kontrolle über sein eigenes
Bild. Entsprechend waren Fotografien häufig Zensur, Zerstörung
oder Manipulation ausgesetzt. Viele der führenden Fotografen
des 19. und 20. Jahrhunderts standen wegen ihrer Arbeiten vor
Gericht.
Die Ausstellung, die sehr bekannte Werke ebenso wie weniger
bekannte Fotografien umfasst, wurde vom Musée de l'Elysée
Lausanne entwickelt und von Daniel Girardin, Senior Curator am
Musée de l’Elysée und Christian Pirker, Rechtsanwalt
in Genf, kuratiert. Die Aussstellung wird in Wien von Andreas
Hirsch als Kurator des KUNST HAUS WIEN betreut.
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Entwicklung
der Ausstellung:
Musée de l’Elysée, Lausanne. |
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