Videoserie
Nach uns die Sintflut

Erhalten Sie Einblicke in die inhaltlichen sowie künstlerischen Prozesse zu den Arbeiten und KünstlerInnen der Ausstellung Nach uns die Sintflut. Hier veröffentlicht das KUNST HAUS WIEN Videos und veranschaulicht mit diesen Beiträgen die ökologischen Auswirkungen eines wachstumsorientierten Wirtschaftssystems.


Michael Goldgruber

"Ein Landschaftsbild ist immer irgendwie politisch und ein Propagandamittel. Ganz egal, ob es für die Tourismuswirtschaft ist oder um politische Strömungen zu untermauern." Für die Ausstellung Nach uns die Sintflut entstand eine neue Arbeit, für die der Künstler Michael Goldgruber im Sommer 2020 in die Ötztaler Alpen reiste. Im Künstlerporträt zu seiner Arbeit "Talschluss" erzählt Dir  Michael Goldgruber mehr über seine Fotoarbeit und verdeutlicht den Zusammenhang seines Arbeitsprozesses und der Klimakrise.


Gabriele Rothemann

"Das Gegenteil wäre, dass man sagt: Nicht getrieben von dem eigenen Vorteil und den Blick dafür auf eine Welt richten, die erhalten und lebbar bleibt." Die Künstlerin Gabriele Rothemann reiste im Herbst 2019 nach Island zum Sólheimajökull, eine Gletscherzunge im Süden des Inselstaats und fotografierte dort die nahezu monochrom erscheinende Landschaft. In ihren schwarzweißen Bildern, die formal an Aufnahmen von Polarexpeditionen aus dem 19. Jahrhundert erinnern, setzt sie schwimmendes Treibeis in den Bildmittelpunkt. Es sind Fragmente, die sich aufgrund der Klimaerwärmung aus der Eismasse herausgelöst haben und ihrer Auflösung harren. Islands Gletscher sind besonders stark vom Klimawandel betroffen, das Abschmelzen hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren erschreckend beschleunigt. Mit Miniaturen über das Verschwinden widmet Gabriele Rothemann den vom Aussterben bedrohten Gletschern eine feinsinnige Arbeit.


Axel Braun

In seiner eigens für die Ausstellung konzipierten Installation "Records of Loss" kombiniert Axel Braun historische Darstellungen des Gletschers mit Visualisierungen von aktuellen Gletschervermessungen und ergänzt diese durch seine eigene fotografische und filmische Dokumentation, für die er unter anderem GeologInnen der Universitäten Wien und Graz bei ihrer Feldarbeit auf der Pasterze begleitete. Einige Fotografien Brauns zeigen etwa das vom Gletscher seit 1848 freigegebene Gebiet – erst auf den zweiten Blick und im Nebeneinander mit historischen Quellen werden in den Landschaftsaufnahmen die fatalen Spuren menschlichen Handelns sichtbar. Durch die Überlagerung unterschiedlicher Bilder und die Gleichzeitigkeit von historischen und aktuellen Inhalten erschafft der Künstler ein Gesamtbild der Pasterze, macht ihre Kulturgeschichte im Ausstellungsraum räumlich und auf assoziative Weise erfahrbar.

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