Future Talks

Climate X Change

Genoveva Kriechbaum, The World / The Heart of Europe, 2018

Das KUNST HAUS WIEN hat sich in den vergangenen fünf Jahren einer klaren programmatischen Ausrichtung verschrieben: Als erstes Grünes Museum verhandelt es Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen innerhalb des Kunstdiskurses. Im Verständnis eines Museums als Werteproduzent, das als öffentliche Institution eine gesellschaftspolitische Haltung zu vermitteln hat, engagiert sich das KUNST HAUS WIEN innerhalb der Bewegung Museums for Future.

Als Ort der kritischen und lebendigen Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen will das Museum Kunst, Wissenschaft und Aktivismus zusammenbringen und lädt zum neuen Diskussionsformat Future Talks. Dieses soll zugleich die Bewegung Fridays for Future unterstützen, die seit 2019 von der Politik fordert, dass dem Umweltschutz hohe Priorität auf nationaler wie globaler politischer Ebene eingeräumt wird.

Anhand dieses Forderungskatalogs werden an vier Terminen wichtige Themen wie Biodiversität, Klimaschutz auf rechtlicher Ebene, ökosoziale Marktwirtschaft und Ausstieg aus der fossilen Energie in einer interdisziplinären Runde mit ExpertInnen aus der Wissenschaft, KünstlerInnen und AktivistInnen diskutiert. Das Publikum ist eingeladen sich sowohl vor Ort einzubringen, als auch im Vorfeld Fragen zu stellen und Inputs über Social Media Kanäle zu geben, die dann in die Diskussion einfließen. Treten Sie hierfür der Facebook-Gruppe Future Forum: Climate X Change bei.

Moderation: Michael Huber, Kurier
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kurier.

Nächste Talks

KLIMA & WIRTSCHAFT
Donnerstag, 19. November 2020, 18:00

Im Rahmen der Vienna Art Week
Sigrid Stagl, Professorin für Umweltökonomie, WU 
Stefan P. Schleicher, Ökonom, Wegener Center für Klima und Globalen Wandel, Karl-Franzens-Universität Graz
Oliver Ressler, Künstler 
Klara Butz, Fridays-for-Future-Aktivistin
Moderation: Michael Huber, Kurier

Die Kombination liberaler Demokratie und kapitalistischer Marktwirtschaft mit dem Ziel eines ritualisierten, ständigen Wachstums hat massive Auswirkung auf unsere Ökosysteme und das Klima. Klimakonferenzen gebärden sich als jährlich scheiternde Rituale und bringen keine nachhaltigen Veränderungen. Individuelle Maßnahmen zu Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks sind wichtig, jedoch braucht es ein Neudenken unseres Wirtschaftssystems. Wie kann ein Systemwandel in Richtung ökosozialer Steuerreform gelingen? Welche Anreize sollten für Gesellschaft und Wirtschaft gesetzt werden, um nachhaltige Lösungen zu finden und umzusetzen? Können Klimaschutz und ein „gesundes“ Wirtschaftssystem Hand in Hand gehen?

Anmeldung

Teilnahme kostenlos, Anmeldung bis 18. November 2020 unter anmeldung@kunsthauswien.com


KLIMA & FOSSILE BRENNSTOFFE
Freitag, 15. Jänner 2021, 18:00

Dominik Schmitz, Zentrum für Globalen Wandel & Nachhaltigkeit, BOKU Wien
Karin Hiltgartner, Institut für Raumplanung, TU Wien 
Klaus Schafler, Künstler 
Anna Lindorfer, Fridays-for-Future-Aktivistin und Diplomandin, TU Wien 
Moderation: Michael Huber, Kurier

Kohle, Erdgas und Öl sind weltweit nach wie vor die wichtigsten Energiequellen. Bei ihrer Verbrennung gelangen Treibhausgase in die Atmosphäre, die für die Klimaerwärmung hauptverantwortlich sind. Hinzu kommen „fossile Großbauprojekte“ wie Schnellstraßen und Flughäfen. Sie verbrauchen nicht nur durch ihre Errichtung massiv Ressourcen und setzen CO2 frei, sondern tragen auch durch ihre Funktion dazu bei, dass klimafreundliche Infrastrukturangebote weniger genutzt werden. Die einzige realistische Möglichkeit, Emissionen zu reduzieren und somit die Erde vor einem Klimakollaps zu bewahren, besteht im Ersatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien und einer Senkung des weltweiten Energieverbrauchs. Wo stehen wir in diesem Prozess? Welche Handlungsschritte müssen gesetzt werden und wie kann ein gerechter Umstieg auf einer globalen Ebene tatsächlich funktionieren?  


Vergangene Talks

KLIMA & RECHT
Freitag, 16. Oktober 2020, 18:00

Michaela Krömer, Rechtsanwältin für Klima- und Verfassungsrecht
Angela Köppl, Ökonomin für Klima und Umwelt, WIFO 
Michael Goldgruber, Künstler
Franziska Marhold, Fridays-for-Future-Aktivistin
Moderation: Michael Huber, Kurier

Die Klimakrise bedroht zunehmend die Grundrechte der Menschen. Extreme Wetterereignisse, Schmelzen der Polkappen, Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungen und Dürreperioden rauben Menschen weltweit ihre Lebensgrundlage. Um das 1,5°C-Ziel und die Vorgaben des Pariser Abkommens zu erreichen, sind Gesetze notwendig, die unser Klima und unsere Zukunft schützen. Welche Strategien braucht es, um Klimaschutz auf globaler und nationaler Ebene rechtlich zu verankern? Kann eine Definition und Anerkennung der Rechte der Natur ein Weg aus der Klimakrise sein?


KLIMA & BIODIVERSITÄT
Freitag, 28. August 2020, 18:00

Konrad Fiedler, Biodiversitätsforscher, Uni Wien
Claudius Schulze, Künstler
Katharina Schneider, Fridays-for-Future-Aktivistin, Department für Botanik und Biodiversitätsforschung, Uni Wien
Moderation: Michael Huber, Kurier

Der Klimawandel und der Verlust der Biodiversität beeinflussen sich gegenseitig: erhöhte Temperaturen, schwankende Wasserverfügbarkeit oder veränderte Entwicklungsphasen von Tieren und Pflanzen tragen dazu bei, dass die biologische Vielfalt schwindet. Gleichzeitig spielt die Biodiversität in vielen klimarelevanten Prozessen (wie beispielsweise in der Bindung und Freisetzung von CO2, im Wasserkreislauf oder in der Absorption der Sonneneinstrahlung) eine wichtige Rolle, da ihr Rückgang zur globalen Erderwärmung beiträgt. Diese Wechselwirkung ist äußerst besorgniserregend, da sie früher oder später zum Zusammenbrechen der Ökosysteme führt. Welchen Stellenwert hat das Thema in der derzeitigen Diskussion im Zusammenhang mit der Klimakrise? Was müssen Maßnahmen sein, um den Erhalt und die Förderung der Biodiversität zu priorisieren?


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