Reflektion – Inspiration - Vision
Die Auseinandersetzung mit ökologischen Fragestellungen als gesellschaftspolitischer Auftrag: Wir im KunstHausWien arbeiten mit Mitteln der Kunst an der Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft für alle.
Programm des Museums
Das KunstHausWien verhandelt innerhalb des Kunstdiskurses Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen. Im Zentrum des Ausstellungsgeschehens steht zeitgenössische multimediale Kunst in Auseinandersetzung mit Themen der Ökologie und der Nachhaltigkeit. Wir verbinden diese mit einem interdisziplinären und weiterführenden Diskursprogramm.
Kommunikation nach innen und außen
Nachhaltigkeit findet im KunstHausWien Eingang in das Leitbild des Museums selbst und in dessen Qualitätsmanagement.
Im KunstHausWien sind Mitarbeiter*innen bewusst und aktiv in den Prozess der Nachhaltigkeit einbezogen. Dies gilt vor allem in Bezug auf Materialeffizienz, auf Monitoring und Umsetzung des Abfallwirtschaftskonzepts, der Energieeffizienz und des Papierverbrauchs. Im Rahmen eines Green Teams werden regelmäßig Prozessdokumentationen erstellt und Ziele definiert.
Das Museum nimmt als Teil der Kulturlandschaft Wiens auch nach außen eine Multiplikator*innenrolle ein. In diesem Bewusstsein werden Kommunikationskanäle geschaffen und institutionalisiert, die das Engagement des Museums und die Ziele einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung in die Gesellschaft tragen und eine Netzwerkstruktur verstärken.
Kunst und Wissenschaft
Wichtiger Aspekt der Arbeit des Museums ist die Auseinandersetzung mit Ansätzen anderer Disziplinen, sowie die stete Reflexion der eigenen Arbeit. Das KunstHausWien sucht daher bewusst die Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Bereich, sei es im Rahmen der neu geschaffenen Klima Biennale Wien – dessen Veranstalter das Museum ist – oder im Rahmen einer Lehrveranstaltung mit der Universität für angewandte Kunst Wien.
Gebäude & Ausstattung: Leben mit Bäumen und Wasser
1991 gestaltete Friedensreich Hundertwasser das KunstHausWien als sein Ideal eines Museums. Kunst und Natur in perfektem Einklang: Diesen philosophischen und architektonischen Grundsatz Hundertwassers greifen wir auf und führen ihn im Sinne neuster Erkenntnisse nachhaltigen Bauens und Lebens weiter. Energieversorgung und Erneuerung der Gebäudetechnik werden nach modernsten Nachhaltigkeitskriterien durchgeführt.
Hydrothermie
Mit dem Umstieg auf Hydrothermie (Nutzung des Grundwassers) im Jahr 2024 als Quelle zur Energiegewinnung gelang dem KunstHausWien ein vollständiger Ausstieg aus CO2-produzierenden Energiequellen. Dadurch konnte im Vergleich zur ursprünglich klimatisierten Fläche eine Reduktion des Energieverbrauchs um 75% erreicht werden.
Zisterne
Eine unterirdische Grundwasser-Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 8.000 Liter dient zur umweltfreundlichen Bewässerung der rund 260 Pflanzenarten in dem von Friedensreich Hundertwasser gestalteten Areal.
Ausstattung
Das Museum ist seit 2024 mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet. Im Zuge des Umbaus wurde auch das Bepflanzungskonzept des Museums rundum erneuert und wird seitdem regelmäßig gepflegt und verbessert. Dies dient als natürliche Kühlung und trägt zur besseren Luftqualität im Haus bei.
Barrierefreier Besuch
Die einzigartige Architektur weist teilweise unebene Böden auf. Im KunstHausWien setzen wir uns dennoch dafür ein, dass alle Besucher*innen unser Museum problemlos erkunden können. Der barrierefreie Zugang über den Seiteneingang mit automatischer Schiebetür erleichtert den Eintritt. Im Inneren hilft ein taktiler Etagenplan im Foyer bei der Orientierung im Erdgeschoss. Alle öffentlichen Bereiche einschließlich Café und Shop sind barrierefrei zugänglich. Mit dem Aufzug sind alle Ausstellungsebenen bequem erreichbar.
Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen: Reduce – Reuse – Recycle
Im Umgang mit Ressourcen wenden wir in allen Bereichen folgende Priorisierung der Maßnahmen an: 1. generell vermeiden, 2. bestehende Ressourcen reparieren, 3. anfallende Ressourcen recyclen. Beim Kauf neuer Produkte wird auf lange Lebensdauer, wiederverwertete Rohstoffe und Umweltverträglichkeit geachtet.
Nachhaltiger Einkauf
Anschaffungen für den Büroalltag, für das Museum und für den Museums-Shop folgen dem Denken entlang der Wertschöpfungskette. Das impliziert die Überprüfung der Zuliefer*innenfirmen hinsichtlich der Anschaffung ihrer Materialien und Vorprodukte, die Retournierung von Ausschussmengen und überschüssigen Produkten sowie die Anschaffung umweltfreundlicher Büromaterialien.
Papierverbrauch
Wesentliche Voraussetzung für eine Reduktion des Papierverbrauchs ist sparsames Drucken. Das Hinterfragen der Notwendigkeit von Ausdrucken hilft, Papier zu sparen. Fehlausdrucke werden als Schmierpapier gesammelt. Mehrere Seiten werden auf einem Blatt und/oder doppelseitig gedruckt. Die Druckfunktion „Markierung drucken“ verhindert, dass seitenweise Papier verbraucht wird. Auch die Druckvorschau trägt zur Reduktion der Papierflut bei.
Verwendung von Recyclingpapier
Druckerpapier, Flipchartpapier und Post-it’s sowie sonstiges Büropapier bestehen ausschließlich aus Recyclingmaterial.
Geräte (Kopiergeräte etc)
Abgesehen von den Laptops und PCs der Mitarbeiter*innen befinden sich an den jeweiligen Arbeitsplätzen keine Einzelgeräte. Wenn Geräte defekt sind, werden sie repariert. Grundsätzlich gilt: Reparatur vor Neuanschaffung. Für den Büroalltag stehen dem Team drei zentrale Drucker und Kopierer zur Verfügung.
Wir schalten Geräte am Ende des Arbeitstages vollständig aus und diese erst vor dem ersten Kopiervorgang des Arbeitstages wieder ein. Wir halten uns an das Prinzip, nach dem Kopieren die Stromspartaste zu drücken – dies bringt bis zu 15% Stromersparnis.
Reinigungsmittel
Das KunstHausWien verpflichtet sich zur Nutzung von rein biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln. Bei der Reinigung und in den Sanitäranlagen wird auf wassersparende Techniken geachtet.