Pressetext
10.04.– 09.08.2026
Kuratiert von Stephan Kuss & Veronika Hackl
Im Rahmen der Klima Biennale Wien zeigt das KunstHausWien mit I Wish We Had More Time die erste Ausstellung des Institute of Queer Ecology in Österreich. Die Ausstellung widmet sich den vielfältigen Bedeutungsdimensionen von Verlust: ökologischen, gemeinschaftlichen und relationalen. Sie setzt sich mit gestörten Symbiosen in der Natur infolge von Klimaveränderungen auseinander. Das sensible Zusammenspiel der Arten und die phänologischen Phasen geraten durch diese aus dem Gleichgewicht. Sie thematisiert die Brüche queerer Geschichte und Erzähltraditionen, die durch gesellschaftliche Krisen wie die AIDS-Epidemie verursacht wurden, sowie auch die relationalen Verluste, die entstehen, wenn zwei Lebewesen zur falschen Zeit oder am falschen Ort aufeinandertreffen – verpasste Begegnungen und Liebeskummer.
The Institute of Queer Ecology ist ein sich stetig weiterentwickelnder kollaborativer Organismus, der darauf abzielt, randständige alternative Lösungen für Umweltzerstörungen ins Zentrum des öffentlichen Bewusstseins zu rücken. Seine interdisziplinären Projekte gründen auf dem theoretischen Rahmen der Queer Ecology, einer adaptiven Praxis, die Verbundenheit, Intimität und artenübergreifende Beziehungen erkundet. Das Kollektiv verfolgt das Ziel, destruktive anthropozentrische Hierarchien zu hinterfragen und eine gerechte, vernetzte Zukunft zu gestalten, in der menschliche und nichtmenschliche Lebensformen gleichberechtigt miteinander existieren.