Österreichisches Umweltzeichen

Der Weg zum Grünen Museum

Nebst der inhaltlichen Ausrichtung wird auch im operativen Betrieb und im Arbeitsalltag die Begriffe Nachhaltigkeit und Umweltschutz großgeschrieben: Abläufe wurden und werden sowohl im Museum, als auch in der Verwaltung in Hinblick auf Umweltverträglichkeit und ökologisches Handeln geprüft und dahingehend optimiert. Am 13. September 2018 wurde das KUNST HAUS WIEN mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert. Zum ersten Mal erhielt damit ein Museum die bislang vornehmlich im Event-, Tourismus- und Bildungsbereich etablierte Zertifizierung, mit der sich Betriebe und Institutionen zum Umweltschutz und zur Qualität verpflichten.

Ausgehend von Friedensreich Hundertwassers im Museum verankerten Ideen zu ökologischem Handeln, respektvollem Umgang mit der Natur und gesellschaftspolitischer Verantwortung nahm sich Direktorin Bettina Leidl bei der Übernahme des Museums vor, sichtbare und unsichtbare Prozesse auch nach diesen Maßstäben zu gestalten. Die Idee das Österreichische Umweltzeichen „nach Hause“ zu holen war geboren - 1990 gestaltete Hundertwasser diese Zertifizierung als Garant für ökologische Produktbeschaffung und Dienstleistung.

Auf Initiative des KUNST HAUS WIEN und in enger Zusammenarbeit mit ICOM Österreich konnte das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus innerhalb von drei Jahren einen Kriterienkatalog für die Zertifizierung von Museen und Ausstellungshäusern mit dem österreichischen Umweltzeichen erarbeiten. Die Implementierung der Maßnahmen im KUNST HAUS WIEN beweisen, dass das Thema Nachhaltigkeit nun ganz konkret im Kulturbereich angekommen ist.

„Die Auszeichnung mit dem Österreichischen Umweltzeichen ist von hohem Wert für unser Museum: sie zeigt, dass wir als Kulturinstitution ökologische Verantwortung auch nach innen hin wahrnehmen und stärkt gleichermaßen unsere inhaltliche Ausrichtung an der Schnittstelle von Ökologie, Nachhaltigkeit und Kunst“. - Bettina Leidl, Direktorin KUNST HAUS WIEN.