Museum Hundertwasser

Das Museum Hundertwasser befindet sich im KUNST HAUS WIEN, das 1991 von Friedensreich Hundertwasser, einem der wichtigsten österreichischen Künstler des 20. Jahrhunderts, gegründet wurde. Es wurde ursprünglich als Heimat für das Werk Hundertwassers geplant und errichtet und zusätzlich mit Räumen für internationale Wechselausstellungen ausgestattet. Das einzigartige Museum und Ausstellungshaus, unweit des Hundertwasserhauses, folgt nach wie vor den philosophischen und gestalterischen Grundsätzen des berühmten Ausnahmekünstlers.


Auf mehreren Ausstellungsebenen vereint das Museum Hundertwasser die wichtigsten Aspekte seines Schaffens und zeigt die weltweit größte Sammlung seines Oeuvres. Biografisch geordnet sind Schlüsselwerke seiner Malerei, Originalgraphiken, Tapisserien, Briefmarken, Fahnen, Architekturmodelle und Zeugnisse seines ökologischen Engagements zu sehen. Seltene Fotodokumente und Filme, etwa über die Geschichte seines Schiffes „Regentag“, runden den Museumsbesuch zu einem umfassenden Eindruck über Leben und Werk des Künstlers ab. Dem/der BesucherIn eröffnet sich in Wiens erstem „grünem Museum“ auch das visionäre ökologische Engagement von Friedensreich Hundertwasser – als Vorreiter einer menschen- und naturgerechteren Architektur bewaldete er die Dächer seiner Architekturprojekte und schuf in Form der in die Fassade gesetzten „Baummieter“ erste Beispiele von „vertikalem“ Grün.


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  • Malerei

    Ein wesentlicher Teil der Wirkung von Hundertwassers Malerei geht von der Farbe aus. Hundertwasser setzt die Farbe instinktiv ein, ohne nach irgendwelchen, auch selbst festgelegten, Regeln etwa bestimmte Farben bestimmten Zeichen zuzuordnen. Er bevorzugt intensive, leuchtende Farben und liebt es, Komplementärfarben unmittelbar nebeneinander zu setzen ...
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  • Originalgrafik

    Hundertwasser beherrschte und erneuerte viele grafische Techniken: Lithografie, Siebdruck, Radierung, Farbholzschnitt und andere mehr. Er war einer der Ersten, der eine völlige Transparenz der Technik, der Entstehungsdaten und Auflage für jedes einzelne Blatt gefordert und eingehalten hat ...
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  • Tapisserien

    Hundertwassers erste Tapisserie, 133 Pissender Knabe mit Wolkenkratzer, entstand 1952 aufgrund einer Wette, bei der Hundertwasser behauptet hatte, man könne eine Tapisserie auch ohne Karton, also ohne eine Vorlage in der Größe der Tapisserie, weben. Auch sämtliche nachfolgenden Tapisserien entstanden ohne Karton ...
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  • Architektur

    Beginnend mit dem Verschimmelungsmanifest gegen den Rationalismus in der Architektur, in dem er sich 1958 gegen die „geometrisch gerade Linie“ wandte und Baufreiheit für alle Menschen forderte, schrieb Hundertwasser mit der Nacktrede für das Anrecht auf die dritte Haut und dem Manifest Los von Loos immer wieder und immer tiefgreifender gegen die seiner Meinung nach vorherrschende natur- und menschenunwürdige Bauweise an ...
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  • Ökologie

    Hundertwassers Popularität beruht nicht nur auf der Strahlkraft seiner Malerei und seiner visionären Architektur, sondern heutzutage zunehmend auch auf seinem aktiven Engagement und zahlreichen Interventionen für einen allumfassenden Natur- und Umweltschutz. So wie er den Menschen in seinen Bildern die Möglichkeiten einer besseren Welt und einer Rückwandlung zum Paradies aufzeigte ...
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  • Chronologie

    Ich war der Erste in der Schule, der richtig perspektivisch zeichnen konnte, und der Erste, der damit aufhörte, weil ich nicht mehr so zeichnen wollte. Friedensreich Hundertwasser
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  • Hundertwassers Regentag

    Ein Film von Peter Schamoni

    Von 1969 bis 1972 dreht Peter Schamoni gemeinsam mit Friedensreich Hundertwasser einen Dokumentarfilm, der den Werdegang, die Arbeitsweise und Gedankenwelt des ungewöhnlichen Künstlers vorstellt. Der Film zeigt Hundertwasser in seinem Atelier in Wien, in seiner Mühle im Waldviertel, in Venedig ...
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