Andreas H. Bitesnich. 25 Years of Photography

Der österreichische Star-Fotograf Andreas H. Bitesnich feierte 2014 seinen 50. Geburtstag und zog Zwischenbilanz. Im Rahmen einer großen Retrospektive im KUNST HAUS WIEN gewährte er einen noch nie dagewesenen Einblick in sein persönliches fotografisches Universum.

 


 

Andreas H. Bitesnich ist es gelungen, in den verschiedenen Genres der Fotografie, mit denen er sich in den letzten 25 Jahren beschäftigt hat, jeweils einen eigenen, unverwechselbaren Stil zu entwickeln. In seiner Aktfotografie erregte er bereits früh in seiner Laufbahn durch einen skulpturalen Umgang mit dem menschlichen Körper und durch perfekte Lichtsetzung Aufsehen. Bitesnichs ins Extrem getriebene Ästhetik lässt seine Aktfotos zu Meditationen über das Thema „Form“ werden. Die Ausstellung präsentierte Arbeiten aus seinen verschiedenen Aktserien und stellte diese in einen neuen Zusammenhang.

In seiner Reisefotografie schuf Andreas H. Bitesnich mit dem Buch „Indien“ einen Meilenstein der fotografischen Auseinandersetzung mit anderen Kulturkreisen. Er reflektiert dabei die Konventionen und Klischees historischer Reisefotografie und erarbeitet sich zugleich auch in diesem Genre eine persönliche Bildsprache von hoher Eindringlichkeit. Mit Fotografien aus verschiedenen in den letzten 25 Jahren bereisten Ländern machte die Ausstellung das breite Spektrum seiner Reisefotografie und deren Stellung in seinem Gesamtwerk deutlich.

Die Ausstellung versammelte in einer eigenen Porträtgalerie auch wichtige Schlüsselbilder aus dem Schaffen des Porträtfotografen Andreas H. Bitesnich. Diese Arbeiten wurden noch nie zusammen gezeigt und ließen die Intensität seiner Porträts erkennen, deren Ästhetik eher seiner Reisefotografie verwandt erscheint als seiner sonstigen Studiofotografie. Unter den Porträtierten fanden sich unter anderen Anthony Quinn, Philip Glass, Reinhold Messner, Till Schweiger, Wladimir und Vitali Klitschko, Kruder & Dorfmeister, Till Brönner und Pelé.

Zu den jüngsten Teilen von Andreas H. Bitesnichs Werk zählen die Ergebnisse seiner fotografischen Auseinandersetzung mit wesentlichen Metropolen der Welt. Dieses fotografische Langzeitprojekt mündete in eine Serie von Büchern, deren erste Editionen bereits Kultstatus erlangt haben. Bitesnich deutet in einer stark grafisch geprägten Ästhetik die Stadtlandschaften von vielfotografierten Städten auf eine sehr persönliche Weise neu.

Die Ausstellung bot auch einen Blick hinter die Kulissen: Erstmals wurden zahlreiche Dokumente ausgestellt, die es erlaubten, die Arbeitsweise von Andreas H. Bitesnich hautnah mitzuverfolgen. Kontaktbögen und Polaroids, Buchdummies und dokumentarisches Filmmaterial ergaben ein besonders spannendes Making-of zur Ausstellung und zum Werk von Andreas H. Bitesnich.

Die speziell für das KUNST HAUS WIEN in enger Zusammenarbeit mit dem Fotografen entwickelte, von Andreas Hirsch kuratierte Ausstellung zeigte neben den Ikonen aus 25 Jahren fotografischen Schaffens von Andreas H. Bitesnich auch viele noch nie präsentierte Werke, sie versammelte frühe Fotografien und aktuellste Arbeiten.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Bildband erschienen.

Eine Ausstellung des KUNST HAUS WIEN in enger Zusammenarbeit mit Andreas H. Bitesnich

 

 

OpeningFotos © agentur wulz services

PreviewFotos © Katharina Schiffl

PressegesprächFotos © Wolfgang Simlinger