Linda McCartney

In der weltweit ersten umfassenden Retrospektive würdigt das KUNST HAUS WIEN das Lebenswerk von Linda McCartney, einer der interessantesten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung zeigt 190 ihrer ikonischen Porträts des Rock and Roll der 1960er, ihres Familienlebens und der Natur. Die Ausstellung wurde vom KUNST HAUS WIEN in Zusammenarbeit mit Linda Enterprises Ltd. produziert.

 

Linda McCartney, 1941 in New York als Linda Eastman geboren, war eine Fotografin aus Leidenschaft. Ihre Begeisterung für die Musik ließ sie zunächst in die Musikszene zwischen New York, Kalifornien und London eintauchen. Ihre Porträts von Stars wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Aretha Franklin oder Simon & Garfunkel prägen unser Bild der „Swinging Sixties“. Die auf diesen Fotos spürbare Atmosphäre von Nähe und Vertrauen macht ihre Porträtkunst unverwechselbar.

Eine zufällige Gelegenheit, die Rolling Stones bei einer Pressekonferenz zum Album „Aftermath“ im Juni 1966 auf einer Yacht am Hudson River zu fotografieren, bedeutete für die junge Fotografin den Durchbruch. Als 1968 ihr Porträt von Eric Clapton auf dem Cover der Zeitschrift „Rolling Stone“ erschien, war sie die erste Frau, der diese Ehre zuteil wurde.

McCartney fotografierte die Beatles bei der Präsentation ihres Albums „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ im Jahr 1967. Paul und Linda verliebten sich ineinander und heirateten zwei Jahre später. Das gemeinsame Familienleben mit vier Kindern – zwischen den letzten Tagen der Beatles, den Tourneen der Wings und ruhigeren Tagen auf dem Land in Sussex und Schottland – rückte ins Zentrum ihrer Fotografie. Linda McCartneys Alltagsszenen aus der hingebungsvollen Hinwendung zu ihrer Familie zeugen von einem stets wachen Blick für die Poesie des Augenblicks ebenso wie für Humor und Surreales. Sie stehen in ihrem fotografischen Schaffen heute gleichwertig neben den berühmten Porträts. Auch in diesen Arbeiten bleibt ihr markanter persönlicher Stil einer lässigen Eleganz, gepaart mit dem untrüglichen Gespür für den richtigen Moment, sichtbar.

In ihrem späteren Leben kehrte Linda McCartney zu den frühen und prägenden Interessen ihrer Entwicklung als Fotografin zurück. Ihre Auseinandersetzung mit bildender Kunst hatte mit der Begegnung mit zahlreichen prominenten Künstlern begonnen und sie Kunstgeschichte studieren lassen. Eine spezielle Begeisterung für das Medium Fotografie, seine Geschichte und seine Verfahren, führte sie zu Experimenten mit Techniken aus den Anfangstagen der Fotografie. Eine beachtliche Anzahl ihrer Porträts stammt aus dieser Zeit, etwa von Willem de Kooning, Gilbert and George, Jim Jarmusch und Allen Ginsberg. Fotografien von Tieren, Pflanzen und Landschaften sowie Stillleben – teilweise ausgeführt als Platin-Prints oder Sun-Prints – sowie ein dokumentarischer Bereich mit Kontaktbögen, Videos und anderen Originalmaterialien runden den Blick auf das Lebenswerk einer leidenschaftlichen Fotografin ab.

 

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Die Ausstellung wurde vom KUNST HAUS WIEN in Zusammenarbeit mit
Linda Enterprises Ltd.

http://www.lindamccartney.com/

produziert. Die kuratorische Arbeit erfolgte durch
Mitglieder der Familie McCartney und Andreas Hirsch, Kurator des
KUNST HAUS WIEN, in Kooperation mit Claudia Schmid, Linda Enterprises Ltd.


Pressestimmen:

Radio Ö1: Linda McCartney im KUNST HAUS WIEN
ORF.at: Beatles im Bild: Linda McCartneys Lebenswerk
Die Presse: Die Blicke der Linda McCartney
Kurier: Linda McCartney: Intime Fotos im KUNST HAUS WIEN
Wiener Zeitung: Rollende Steine mit Paul
Oberösterreichische Nachrichten: Die Chronistin der "Swinging Sixties"
art Das Kunstmagazin: Linda McCartney: Die schräge Normalität
Deutsche Welle: Fotografien von Linda McCartney in Wien