Man Ray

Mit einer umfassenden Photographie-Retrospektive präsentiert das KunstHausWien einen der bedeutendsten Photographen des 20. Jahrhunderts: Man Ray (geb. Emmanuel Radnitzky, 1890 – 1976).

Die Ausstellung, kuratiert vom Kölner Galeristen Rudolf Kicken, versammelt annähernd 160 Exponate aus musealen und privaten Sammlungen in Europa und den USA. Dabei handelt es sich überwiegend um seltene Vintage Prints, die zum Teil erstmals in Europa zu sehen sind bzw. die noch nie öffentlich gezeigt wurden.

Man Ray wurde – vor allem für Künstler und Schriftsteller – zu einem der gefragtesten Portraitphotographen seiner Zeit und prägte zugleich die ästhetische Auffassung großer Modezeitschriften wie VOGUE und Harper´s Bazaar, indem er beispielsweise die Modelle vor Brancusis Skulptursockeln oder vor Giacomettis Hintergrund-Dekorationen photographierte. Ebenso erforschte er in experimentellen Filmen wie „L´Etoile de mer“ und „Emak Bakia“, aus denen in der Ausstellung einige Filmstills zu sehen sind, die Möglichkeiten des Mediums wie Geschwindigkeit und Bewegung.

Mit dem Bekenntnis „Was ich nicht malen kann, photographiere ich. Und was ich mit Photographie nicht ausdrücken kann, male ich“ setzte er sich über verkrustete Vorstellungen, die noch immer aktuell scheinen, hinweg.