Tapisserien

Hundertwasser vor der Tapisserie "Pissender Knabe mit Wolkenkratzer", aufgenommen in der Oberen Donaustrasse, Wien, um 1952
Hundertwasser webt die Tapisserie "Pissender Knabe mit Wolkenkratzer", um 1952
Hundertwassers erste Tapisserie, 133 Pissender Knabe mit Wolkenkratzer, entstand 1952 aufgrund einer Wette, bei der Hundertwasser behauptet hatte, man könne eine Tapisserie auch ohne Karton, also ohne eine Vorlage in der Größe der Tapisserie, weben. Auch sämtliche nachfolgenden Tapisserien entstanden ohne Karton, sie wurden jedoch von WeberInnen hergestellt, die Hundertwasser auswählte.

Bei der Übertragung seiner Werke in eine Tapisserie ging es Hundertwasser um die freie Umsetzung eines seiner Werke in ein anderes Medium und um die künstlerische Interpretation durch die WeberInnen, das heißt um eine Umsetzung ohne Vorlage beziehungsweise Karton. Nach Hundertwassers Auffassung konnte nur diese Vorgehensweise ohne Karton dem Werk Leben einhauchen, nur so konnte ein echtes künstlerisches Werk entstehen und nicht eine unbeseelte Kopie der Vorlage. Aus diesem Grund sind alle Hundertwasser-Tapisserien Unikate.