Stephan Huber

The Empire Strikes Back

Stephan Huber, The Empire Strikes Back, 2009

Seit jeher dienen Landkarten der Orientierung und geben Zusammenhänge preis, die aus den im Originalraum möglichen Perspektiven nicht erkennbar sind. In den großformatigen fiktiven Topografien, die Stephan Huber seit den 1990er-Jahren entwirft, findet man sich hingegen nicht zurecht. Vielmehr eröffnen sie einen fantastischen, assoziativen Kosmos. Bei The Empire Strikes Back (2009) sieht man sich mit Klimadystopien und seltsamen, ja bedrohlichen Naturphänomenen konfrontiert. Als Ausgangsmaterial dienen dem Künstler amerikanische Militärkarten und Stadtplanfragmente, die er zerlegt und zu neuen Formationen zusammenfügt. Fiktion und reale Bedrohung verschwimmen, unversehens holt mancherorts die Realität die Fiktion sogar ein, etwa wenn vom „sogenannten Adlervirus“ zu lesen ist. Stephan Hubers fiktive Landschaften sind mal fantastisch, mal ironisch oder verstörend und zeugen von der großen Lust des Künstlers am Geschichtenerzählen.

Stephan Huber, geboren 1952, lebt in München, Deutschland.

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