Berta

(nil timemus)

Die honduranische Umwelt- und indigene Landrechtsaktivistin Berta Cáceres (1973–2016) wurde nach Jahren, in denen sie wegen ihres Einsatzes Todesdrohungen erhalten hatte, 2016 von Männern ermordet. Diese Männer waren in den U.S.A. ausgebildete honduranische Spezialeinsatzkräfte, die Verbindungen zu einem Dammbauunternehmen hatten. Das war in den Jahren nach dem Coup 2009, den die Regierung Obama geschehen ließ. Die Ermordung erfolgte nur ein Jahr, nachdem ihr der Goldman Environmental Prize verliehen worden war. Die Auszeichnung erhielt sie für „eine Basiskampagne, die das größte Dammbauunternehmen der Welt erfolgreich unter Druck setzte, sich aus dem Agua Zarca-Dammbauprojekt zurückzuziehen,“ das am Río Gualcarque lag. Dadurch wurde indigenes Land verschont. Ihre Ermordung löste internationale Empörung und Proteste aus und zementierte ihren Status als eine der inspirierendsten lateinamerikanischen Frauen. Ihre Ermordung zeigt aber auch, dass internationale Berühmtheit und Anerkennung, wie sie der Preis demonstrierte, keine Sicherheitsgarantie darstellen. Neben ihrem Umweltaktivismus war Cáceres auch eine standhafte Unterstützerin der LGBTQ-Gemeinschaft und trat für Frauenrechte ein. Wo immer der Kampf ist … eines ist ihm gemeinsam: die Gier der transnationalen Konzerne und der Ehrgeiz dieser Unpersonen, die uns regieren, die den Reichtum, der allen gehört, an Unternehmen verschenken.


Berta Cáceres (1973–2016) The Honduran environmental and Indigenous land rights activist was assassinated in 2016 by men, including U.S.-trained Honduran special forces and men associated with a dam company, after years of receiving death threats for her activism. This was in the years after a 2009 coup, which the Obama government allowed to happen. The killing took place only a year after she had been awarded the Goldman Environmental Prize for "a grassroots campaign that successfully pressured the world’s largest dam builder to pull out of the Agua Zarca Dam" at the Río Gualcarque, thus saving Indigenous land. The killing sparked international outrage and protests and cemented Cáceres’ status as one of the most inspiring Latin American women ever, while it showed that international fame and attention as demonstrated by the Prize were no guarantee of safety. Alongside her environmental activism, Cáceres was also a staunch supporter of the LGBTQ community and fought for women’s rights. Wherever the struggle is ... there is one thing in common: the voracity of the transnational corporations and the ambition of these non-persons who govern us who give away to business the wealth that belongs to everyone.

Ines Doujak. Landschaftsmalerei

28.05.-03.10.21

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