Mileva

(sit narrata opus commune)

Wir werden nie erfahren, in welchem Ausmaß Albert Einsteins bahnbrechende Arbeit in der Physik von seiner Zusammenarbeit mit Mileva Einstein-Marić (1875–1948) abhing, seiner serbischen ersten Frau und einer Mathematikerin mit einem Talent für angewandte Physik. Sein heiligenmäßiges Bild erscheint ein wenig getrübt, wenn man daran denkt, wie er ihre Arbeit über den Zeitraum von 20 Jahren seit 1896, als sie unzertrennlich waren, abtat. Sie hatten sich in Zürich als Ausnahmestudierende kennengelernt, nachdem Mileva institutionelle und tief verwurzelte Vorurteile gegenüber der Anwesenheit von Frauen überwunden hatte. Sie war eine Wegbereiterin für Wissenschaftlerinnen. Angesichts der damaligen Stellung von Frauen und in Anbetracht dessen, dass sie zu diesem Zeitpunkt verheiratet waren, hatten sie vereinbart, dass alles nur unter seinem Namen veröffentlicht werden sollte. Und sobald ihre Kinder geboren waren, war ihre eigene Karriere zweitrangig. Nach ihrer Scheidung war Milevas Leben, trotz seiner finanziellen Unterstützung und einer geringen Lehrtätigkeit, auch aufgrund der Kosten für die Pflege ihres schizophrenen Sohnes Eduard, nicht leicht.


Mileva Einstein-Marić (1875–1948) We shall never know the degree to which Albert Einstein’s ground breaking work in physics depended on his collaboration with Mileva, his Serbian first wife and a mathematician with a flair for applied physics. Certainly his saintly image looks somewhat tarnished considering his dismissal of her work over a period of 20 years from 1896 when they were inseparable. They had met as special students in Zürich when Mileva had overcome institutional and ingrained prejudice against women to be there at all. She was a trailblazer for women scientists. Given the position of women and considering they were married at the time, she had agreed that whatever was published would be under his name only, and as soon as their children were born, her own career was secondary. After their divorce and despite financial support from Albert and some teaching jobs, the costs of care for their schizophrenic son Eduard did not make life easy.


Ines Doujak. Landschaftsmalerei

28.05.-03.10.21

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