Murasaki

(diligentia florens)

Murasaki Shikibu war Dichterin und wurde im 10. Jahrhundert in Japan geboren. Sie schrieb, was als erster Roman der Welt gilt: die Geschichten des Prinzen Genji. Es war die Zeit der Heian-Dynastie, als Chinesisch die Regierungssprache war und Frauen diese Sprache traditionell nicht lernen durften. Murakasis Vater war allerdings gebildet und sie lernte die chinesischen Klassiker, obwohl eigentlich ihr Bruder unterrichtet wurde, weil dieser in den Regierungsdienst gehen sollte. Sie war sehr sprachbegabt und lernte von ihm, während er sich durch die Texte kämpfte. Murasaki heiratete, hatte eine Tochter, wurde aber früh Witwe, als ihr Mann an Cholera starb. Es wird angenommen, dass sie zu dieser Zeit in ihrer Trauer und Einsamkeit, die sie beschrieb, an dem Roman zu arbeiten begann. Sie verbrachte einige Zeit am Kaiserhof, wegen ihrer schriftstellerischen Begabung und als Kontrast oder vielleicht in Konkurrenz zur Schriftstellerin und Hofdame Sei Shonagon und deren populärem Kopfkissenbuch. Am Hof lehrte sie die neue Kaiserin heimlich Chinesisch, da es immer noch den Männern vorbehalten war. Später zogen sie und die Kaiserin sich vom Hof zurück und stellten einen Gedichtband fertig, das Tagebuch der Dame Murasaki. Der große Erfolg war jedoch der Roman, der bereits kurz nach seiner Fertigstellung weite Verbreitung fand. Die ganze Welt eröffnete sich mir, als ich lesen lernte. (Mary McLeod Bethune)


Murasaki Shikibu was a poet born in 10th century Japan who wrote what is believed to be the world’s first novel, The Tale of the Genji. It was the time of the Heian dynasty when Chinese was the language of government which women were traditionally excluded from learning. Murasaki’s father however was learned and she learned the Chinese classics although it was her brother who was taught in order to go into government service. But she had a greater ability with the language which she picked up from him stumbling through texts. She married and gave birth to a daughter, but was widowed when very young when her husband died from cholera. It is believed that it was around then, and in the grief and loneliness she described, that she started on the novel. She was at the Imperial Court for a period on account of her writing ability and as a contrast to or perhaps in competition with Shonagon and her popular Pillow Talk. At the court she taught the new Empress Chinese in secret as it was still supposed to be for men only. Later she and the Empress retired from court and completed a volume of poetry, The Diary of Lady Murasaki. But it was the novel that was a great success, distributed widely not long after its completion. The whole world opened to me when I learned to read. (Mary McLeod Bethune)


Ines Doujak. Landschaftsmalerei

28.05.-03.10.21

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