Ramona

(quaerentes iustitiam)

Kommandantin Ramona (1959–2006) Neben ihrem Kampf für Frauenrechte war sie aktives Mitglied der Zapatistenbewegung in Chiapas und führte 1994 den Aufstand in San Cristóbal de las Casas gegen den Beitritt von Mexiko zum NAFTA-Übereinkommen (North American Free Trade Agreement), einem Angriff auf die mexikanischen Bäuerinnen und Bauern. Sie beeinflusste die frühen Entscheidungen und Aktionen der Zapatistischen Armee für Nationale Befreiung (EZLN), einer Gruppierung von indigenen Völkern im südmexikanischen Staat Chiapas, die seit den 1980er Jahren gegen Ausbeutung und Marginalisierung durch die Regierung kämpft. Als Tzotzil-Maya erlebte sie die Ungleichheit zwischen ländlichen Gemeinden und größeren Städten. Und angesichts dessen, dass das Leben für Indio-Frauen ungerechterweise anders war, engagierte sie sich, um das Leben der Menschen auf dem Land und insbesondere der Frauen zu verbessern. Die Frauen haben endlich verstanden, dass ihre Beteiligung wichtig ist, wenn diese schlimme Situation sich ändern soll. Es gibt keinen anderen Weg, Gerechtigkeit zu suchen, und das ist im Interesse der Frauen. Für Kommandantin Romana war der Aktivismus ein zweifacher Kampf. Der erste lag innerhalb der Gemeinschaften in Chiapas, wo die Rolle der Frauen in der Tradition verankert war. Der zweite war der Kampf der indigenen Völker gegen Ausschließung, Unterdrückung und Beherrschung durch die mexikanische Regierung. Im Jahr 1993 entwarf Kommandantin Ramona das „Revolutionäre Frauengesetz,“ das erklärte, Frauen seien den Männern gleich. Es wurde einer Versammlung aus Frauen und Männern vorgelegt und durch Abstimmung verabschiedet.


Comandanta Ramona (1959–2006) As well as fighting for women’s rights, she was an active member of the Zapatista movement in Chiapas and led the 1994 San Cristóbal de las Casas uprising in response to Mexico’s involvement in NAFTA (North American Free Trade Agreement), an attack on Mexican peasants. She influenced the early decisions and actions of the Zapatista Army for National Liberation (EZLN), a group of Indigenous peoples in the southern state of Chiapas, Mexico, whose struggle against government exploitation and marginalization has continued since the 1980s. As a Tzotzil Mayan woman she experienced the disparities between the rural communities and the larger towns. And, seeing that life was unjustly different for the Indigenous, she joined to improve the lives of rural people, especially women. The women finally understood that their participation is important if this bad situation is to change. There is no other way of seeking justice, and this is the interest of the women. For Comandanta Ramona, activism was a two-part struggle. The first was within the Chiapas communities, in which women’s roles were tied to tradition. The second was the people’s struggle against exclusion, suppression, and domination by the Mexican government. In 1993, Comandanta Ramona drew up the “Revolutionary Law on Women”, which declared women equal to men. It was presented and voted on by women and men at an assembly and it passed.  


Ines Doujak. Landschaftsmalerei

28.05.-03.10.21

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