Wildfire

(libera in perpetuum)

Mary Edmonia ´Wildfire´ Lewis (1844–1907) war eine schwarze amerikanische Bildhauerin des 19. Jahrhunderts. Sie stammte von Afro-AmerikanerInnen und amerikanischen UreinwohnerInnen (Ojibwe) ab. Als erste schwarz-indianische BildhauerIn überhaupt wurde sie in einer westlichen bildhauerischen Tradition anerkannt und wurde dadurch zum Symbol und zur gesellschaftlichen Anomalie in einem überwiegend weißen, bürgerlich-aristokratischen Milieu. Ein Großteil ihrer Arbeit entstand in Rom, wo der Rassismus wesentlich weniger präsent war als in den Vereinigten Staaten. Durch die Unterstützung eines Halbbruders konnte sie an einem College in Ohio studieren, das Frauen und Schwarze aufnahm. Nachdem sie einer Fülle von Straftaten und Vergehen beschuldigt wurde, verließ sie das College vorzeitig und ließ sich in Boston nieder. Dort begann sie mit der Bildhauerei und hatte mit Büsten von AbolitionistInnen und Bürgerkriegshelden Erfolg. Aufgrund dieser Arbeit konnte sie nach Rom ziehen und fand mit Unterstützung von in Italien lebendenden AbolitionistInnen Atelierräumlichkeiten. Sie bestand darauf, ihre Ton- und Wachsmodelle selbst in Marmor zu vergrößern, anstatt dafür italienische Bildhauer anzustellen – eine damals verbreitete Praxis. Männliche Bildhauer waren meist skeptisch, was das Talent von Bildhauerinnen anbelangte, und beschuldigten sie, ihre Arbeit nicht selbst zu machen. Lewis verlieh weiterhin ihrem schwarzen und indianischen Erbe Ausdruck: Eine ihrer berühmtesten Arbeiten, Forever Free, zeigt ein kraftvolles Bild eines schwarzen Paares, das sich aus den Ketten der Sklaverei erhebt. Eine weitere Skulptur von Lewis hieß „Der Pfeilmacher“ und zeigt einen amerikanischen Ureinwohner, wie er seiner Tochter beibringt, einen Pfeil herzustellen.


Mary Edmonia ´Wildfire´ Lewis (1844–1907), was a 19th century African-American sculptor, of mixed African-American and Native American (Ojibwe) heritage. As the first Black-Native sculptor of either sex to achieve international recognition within a Western sculptural tradition, Lewis was a symbolic social anomaly within a dominantly white bourgeois and aristocratic community. Much of her work was done in Rome where the racism of the United States was largely absent. She had, with the support of a half-brother, studied at a college in Ohio that accepted both women and black people, but was accused of a host of crimes and misdemeanours and so left early and settle in Boston where she began to sculpt and had success with the busts of abolitionists and heroes of the Civil War. It was with the earnings of this work that she was able to go to Rome and find studio space with support from expatriate abolitionists. She insisted on enlarging her clay and wax models in marble herself, rather than hiring native Italian sculptors to do it for her – a common practice at the time. Male sculptors were largely sceptical of the talent of female sculptors, and often accused them of not doing their own work. She continued to express her African-American and Native American heritage. One of her more famous works, Forever Free, depicts a powerful image of an African American man and women emerging from the bonds of slavery. Another sculpture Lewis created was called "The Arrow Maker", which showed a Native American father teaching his daughter to make an arrow.


Ines Doujak. Landschaftsmalerei

28.05.-03.10.21

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