Videoserie

Nach uns die Sintflut

Entdecken Sie die Ausstellung online

In unserer Videoserie bieten wir Ihnen mit Interviews und Artist Statements einen besonderen Einblick in die inhaltlichen und künstlerischen Schwerpunkte der Ausstellung Nach uns die Sintflut. Mit eindrucksvollen und erschreckend schönen Foto- und Videoarbeiten führt die Schau die Folgen der Klimakrise vor Augen.

Hinweis

Die Ausstellungslaufzeit wurde bis zum 5. April 2021 verlängert, daher stimmt das Datum in den gezeigten Videos nicht mehr überein.


Bettina Leidl, Verena Kaspar-Eisert & Sophie Haslinger

„Es geht um die An- und Abwesenheit des Wassers: schmelzende Polkappen, Anstieg des Meeresspiegels, damit verbundene Dürren und für uns in Österreich sehr aktuell und brisant das Abschmelzen der alpinen Gletscher.“ - Bettina Leidl, Direktorin

Direktorin Bettina Leidl sowie die Kuratorinnen Sophie Haslinger und Verena Kaspar-Eisert besprechen die Ausstellung Nach uns die Sintflut und geben Einblicke in die Verhandlung der Klimakrise aus künstlerischer Sicht. Mit Fotografie und Video werden die ökologischen Auswirkungen unseres wachstumsorientierten Wirtschaftssystems verdeutlicht und berühren uns auf emotionaler Ebene. Dabei zeigen die einzelnen Arbeiten Phänomene des menschgemachten Klimawandels auf verschiedene Arten und Weisen mit unterschiedlichen künstlerischen Zugängen.“ - Verena Kaspar-Eisert, Kuratorin

Nach uns die Sintflut führt uns mit den Mitteln der Kunst die Dringlichkeit zu handeln, nachhaltig vor Augen. Denn die Klimakrise ist eine Krise der globalen Gerechtigkeit. Der Globale Norden ist Großteils für die Emissionen verantwortlich, während die Folgen in den Globalen Süden ausgelagert werden. - Sophie Haslinger, Kuratorin


Michael Goldgruber

Ein Landschaftsbild ist immer irgendwie politisch und ein Propagandamittel. Ganz egal, ob es für die Tourismuswirtschaft ist oder um politische Strömungen zu untermauern.“  - Michael Goldgruber, Künstler

Für die Ausstellung Nach uns die Sintflut entstand eine neue Arbeit, für die der Künstler Michael Goldgruber im Sommer 2020 in die Ötztaler Alpen reiste. Im Künstlerporträt zu seiner Arbeit Talschluss erzählt Ihnen Goldgruber mehr über seine rund zehn Meter lange Wandinstallation und verdeutlicht den Zusammenhang seines Arbeitsprozesses mit der Klimakrise.


Gabriele Rothemann

Das Gegenteil wäre, dass man sagt: Nicht getrieben von dem eigenen Vorteil und den Blick dafür auf eine Welt richten, die erhalten und lebbar bleibt.“ - Gabriele Rothemann, Künstlerin

Die Künstlerin Gabriele Rothemann reiste im Herbst 2019 nach Island zum Sólheimajökull, eine Gletscherzunge im Süden des Inselstaats und fotografierte dort die nahezu monochrom erscheinende Landschaft. In ihren schwarzweißen Bildern, die formal an Aufnahmen von Polarexpeditionen aus dem 19. Jahrhundert erinnern, setzt sie schwimmendes Treibeis in den Bildmittelpunkt. Es sind Fragmente, die sich aufgrund der Klimaerwärmung aus der Eismasse herausgelöst haben und ihrer Auflösung harren. Islands Gletscher sind besonders stark vom Klimawandel betroffen, das Abschmelzen hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren erschreckend beschleunigt. Mit Miniaturen über das Verschwinden widmet Gabriele Rothemann den vom Aussterben bedrohten Gletschern eine feinsinnige Arbeit.


Axel Braun

„Doch angesichts der aktuellen Klimakrise sollten wir erkennen, dass die kurzfristigen Lösungen der Vergangenheit keine Lösungen für die Zukunft sein können.“ - Axel Braun, Künstler

In seiner eigens für die Ausstellung konzipierten Installation Records of Loss kombiniert Axel Braun historische Darstellungen des Gletschers mit Visualisierungen von aktuellen Gletschervermessungen und ergänzt diese durch seine eigene fotografische und filmische Dokumentation, für die er unter anderem GeologInnen der Universitäten Wien und Graz bei ihrer Feldarbeit auf der Pasterze begleitete. Einige Fotografien Brauns zeigen etwa das vom Gletscher seit 1848 freigegebene Gebiet – erst auf den zweiten Blick und im Nebeneinander mit historischen Quellen werden in den Landschaftsaufnahmen die fatalen Spuren menschlichen Handelns sichtbar. Durch die Überlagerung unterschiedlicher Bilder und die Gleichzeitigkeit von historischen und aktuellen Inhalten erschafft der Künstler ein Gesamtbild der Pasterze, macht ihre Kulturgeschichte im Ausstellungsraum räumlich und auf assoziative Weise erfahrbar.


Dominik Schmitz

„Für mich ist es wirklich eine Sintflut auf die wir zusteuern. Allerdings haben wir noch die Möglichkeit sie abzuwenden.“ - Dominik Schmitz, Wissenschaftler

Dominik Schmitz (Zentrum für Globalen Wandel & Nachhaltigkeit, BOKU Wien) spricht aus Sicht der Wissenschaft über die durch den Menschen verursachte globale Klimakrise und thematisiert die Bedeutung der Kippeffekte im Klimasystem, die in der Ausstellung Nach uns die Sintflut gezeigt werden. Der Wissenschaftler gibt ebenfalls einen Ausblick auf klimapolitische Entwicklungen und appelliert auf die Dringlichkeit zu handeln, um Erdklima für weitere Generationen zu bewahren.


Anastasia Samoylova (EN)

"I am addressing the issues of urban planning, climate gentrification, and climate anxiety." - Anastasia Samoylova, Künstlerin

In ihrer künstlerischen Praxis bewegt sich Anastasia Samoylova zwischen Beobachtungsfotografie, Atelierpraxis und Installation. Mit ihren Arbeiten erforschet die russisch-amerikanische Künstlerin Konzepte des Umweltschutzes, des Konsumverhaltens und des Pittoresken. Im Artist Statement erzählt sie uns mehr über ihr Schaffen und teilt uns ihre Meinung zur Fragestellung „Kann Kunst das Klima retten?“.


Douglas Mandry (EN)

"Art is more important than ever before for me, especially in times of crisis. And it is the right time to reinvent ourselves, develop our imagination, open our minds to new possibilities, and preserve the world we live in." - Douglas Mandry, Künstler

Der Künstler und Fotograf Douglas Mandry untersucht mit seiner Arbeitsweise diverse Formen von Landschaftsdarstellungen und die Fotografie als Mittel, um Erinnerung zu bewahren. Im Artist Statement erzählt er mehr über seine künstlerische Praxis und die Kraft der Kunst, Dinge zu verändern.


Christina Seely (EN)

"I would call myself an activist, though I don't use an overt narrative to point what's happening, but instead use and create this kind of emotional portals to build and cultivate an empathic exchange between the audience and the planet." - Christina Seely, Künstlerin

Christina Seely schafft durch ihre fotografische Arbeit eine Verbindung zwischen wissenschaftlichen Daten und Emotionen und für uns die Fragilität der Natur vor Augen. Im Artist Statement gibt sie einen Einblick in ihre Arbeit Terra Systema. Tempo und berichtet uns mehr über ihre Erzählweise als Fotografin.


Benedikt Partenheimer (EN)

"I have photographed drunken trees, which are trees that have lost their ability to stand upright and which I think are a perfect symbol for a world that has lost its balance." - Benedikt Partenheimer, Künstler

Im Zentrum von Benedikt Partenheimers künstlerischer Praxis stehen Fragen im Zusammenhang mit den Auswirkungen eines exzessiven globalen Wirtschaftswachstums. Im Artist Statement erzählt er mehr über seine Landschaftsaufnahmen, für die der Künstler quer durch Alaska fuhr.


Sarker Protick (EN)

"I don't think art can save climate or anything for that matter. But it can do question the things and address the things that needs to be changed." - Sarker Protick, Künstler

Sarker Protick fotografiert seit 2011 entlang der größten Wasserader seines Heimatlandes Bangladesch. Die stillen, unaufgeregten Fotografien sind ebenso wie die Videoarbeit Monsoon, für die der Künstler eigens ein Tonstück komponierte, von einem melancholischen Grundton durchdrungen. Im Artist Statement gibt er einen Einblick seine künstlerische Arbeit und spricht über das Handlungspotenzial der Kunst.

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